Chronologie der „Derminga Kerb“

Der legendäre „Kerwe-Umzug“ vom Kläse-Keller auf den „Kerwe-Platz“

Nachdem die Dirminger Kirmes, wie in vielen anderen Dörfern, in den neunziger Jahren stets weiter in einen Dornröschenschlaf verfiel, hatte sich der damalige Ortsvorsteher Rudolf Hell unter anderem die Attraktivierung der Kirmes zum Ziel gesetzt. Alte Traditionen sollten,nach seiner Ansicht, wieder zum Leben erweckt werden. Im Jahre 1998 fand erstmals eine offizielle Eröffnung der Kirmes mit Begrüßung durch den Ortsvorsteher und anschließendem Fassanstich am neu zugelassenen Getränkestand von „Schuhhannesse Sepp“ statt. Mit den Fahrgeschäften war vereinbart, daß den Kindern zur Eröffnung eine halbe Stunde Freifahrten gewährt werden.Im Jahre 1999 wurde eine weitere alte Tradition hinzu gefügt. Erstmals wurde die Kirmes unter Mithilfe einer“Kernmannschaft“,des späteren Kulturvereins, im Kläse Keller ausgegraben (Eine Strohpuppe und eine Flasche Schnaps) und in einem Festzug mit musikalischer Umrahmung durch den Fanfarenzug der FFW Eppelborn zum Kirmesplatz gebracht.

Buntes „Kerwetreiben“

Dort folgte die Begrüßung durch den Ortsvorsteher und als weitere Neuerung eine Kirmesrede von Hans Peter Hoffmann. Mit dem Fassanstich wurde die Kirmes dann offiziell eröffnet. Den Kindern wurde wieder eine halbe Stunde Freifahrten auf allen Fahrgeschäften gewährt. Im Jahre 2000 wurde mit Unterstützung des neuen Kulturvereins die Kirmes in der gleichen Art und Weise wie im Jahr zuvor eröffnet. Neu war allerdings, dass in diesem Jahr ein  lebendes Kerwe-Lisje in Kläse Keller gefunden wurde. Nach dem Festumzug zum Kirmesplatz, der wiederum durch den Fanfarenzug der FFW Eppelborn begleitet wurde, folgte die Begrüßung durch den Ortsvorsteher, sowie die Kirmesrede von Hans Peter Hoffmann. Mit dem schon obligatorischen Fassanstich wurde die Kirmes dann wieder offiziell eröffnet, wobei den Kindern wiederum eine halbe Stunde Freifahrten gewährt wurde. Nach 4 anstrengenden Kirmestagen wurde dann am Dienstagabend mit der Kirmesbeerdigung eine weitere alte Tradition hinzugefügt.  Hierzu wurde die Kerb (Strohpuppe) im Sarg auf dem Malerwagen von Emil Zimmer in einem Trauerzug vom Fritze-Eck über den Kirmesplatz in den Brühlpark gebracht, wo die Feuerwehr schon das Feuer zur Einäscherung vorbereitet hatte. Nach der ergreifenden Traueransprache durch den Kirmesgeistlichen HP Hoffmann wurde die Kerb dann den Flammen übergeben. Die Asche wurde dann zur Seebestattung in die Ill gestreut. Anschließend fand das Leichen-Imbs im Gasthaus Vogel bei Heringen und Kranzkuchen statt. Im Jahre 2001 verlief das Kirmeszeremoniell weitgehendst wie im Jahr 2000. Es gab aber drei  weitere Änderungen. In diesem Jahr gab es mit Hans-Jürgen Hoffmann und Herbert Lambert  zwei Kerwe-Lisjer und das Beerdigungszeremoniell begann mit dem Trauerzug ab dem Kläse Keller. Zum dritten waren auf Anregung von HP Hoffmann die Aktivisten, die Schausteller und die Sponsoren am Kirmesmontag zu einem Bayrischen Frühstück im Gasthaus Schuhhannesse eingeladen. Im Jahre 2002 verlief die Kirmes wieder auf gleiche Art und Weise. Am Kirmesmontag war zu einem Saarländischen Frühstück im Gasthaus Schuhhannesse eingeladen worden.Im Jahre 2003 gesellte sich zu dem  Kerwe-Lisje  erstmals ein Kerwe-Hannes. Ansonsten spielte sich das Kerwegeschehen ab wie in den Jahren zuvor.Das rustikale (von der Sparkasse gesponsorte) Montagsfrühstück fand wieder im Gasthaus Schuhhannesse statt.Auch im Jahre 2004setzte sich die Dirminger „Kerwe-Tradition“ fort.

„Kerwebeerdigung“

Der Ablauf der Zeremonien hatte sich mittlerweile eingespielt.Das Montagsfrühstück fand wiederum im Gasthaus Schuhhannesse statt und wurde von Hermann Gihl unterstützt. Im Jahre 2005 wurde für den „Kerwe-Umzug“ ein dreirädriger Bitburger Kleinwagen mit eingebauter Zapfanlage angemietet, von dem zur Eröffnung das Freibier gezapft wurde.Das von der Sparkasse gesponsorte Montagsfrühstück fand im Gasthaus Vogel statt.Im Jahre 2006 hatte sich der Kerwe- Hannes (Stefan Schaefer) seine Kathrin Hoffmann als Kerwe-Lisje ausgesucht.Heute sind diese beiden glücklich verheiratet. Ansonsten hatte sich am üblichen Kerweablauf nichts geändert.Das in diesem Jahr von der LeVo-Bank gesponsorte Montagsfrühstück fand wieder im Gasthaus Vogel statt. Im Jahre 2007 war der neue Ortsvorsteher Manfred Klein erstmals Herr der Kirmes. Am Ablauf der Kirmes wurde nichts geändert. Eine unangenehme Besonderheit war in diesem Jahr, dass das zum Fassanstich vorgesehene Bierfass aus dem Kühlwagen gestohlen wurde. Um die Eröffnung zu retten, spendeten der Bürgermeister und der Schausteller Massel dankenswerterweise kurz entschlossen jeweils ein Fass Bier.Das Montagsfrühstück fand im Gasthaus Vogel statt und wurde von der Sparkasse gespendet. Im Jahre 2008 änderte sich am Kerweablauf gegenüber dem Vorjahr nur, dass mit Sarah Johäntgen und Liné Peschau zwei Kerwe-Lisjer und kein Kerwe-Hannes vor Ort war.Das Montagsfrühstück fand im Gasthaus Mühlbacher-Hof statt. Im Jahre 200 verlief die Kirmes wie im Jahr zuvor wobei der Zuschauerandrang sehr groß war und die Asugrabung viele Menschen aus der gesamten Umgebung anlockte. Im Jahre 2010 fungierten in diesem Jahr Björn Krabbe (Kerwe-Hannes) und Inga Neufang (Kerwe-Lisje). Auch dieses Kerwe-Paar lebt heute glücklich in einer Beziehung zusammen.Legendär war die „Kerwe-Trauung“ des „Kerwe-Geistlichen“ HP Hoffmann während des Montagsfrühstückücks im Gasthaus Mühlbacher Hof. Im Jahre 2011 fand die letzte Kirmis unter der Beteiligung des Bürgermeisters Fritz-Hermann Lutz statt.Auch diese „Kerb“ erfreute sich vieler Schaulustigen. Im Jahre 2014 wurde der Ausschank auf dem Festplatz erstmals durch die Gaststätte „Destille“ verrichtet. Bereits im Jahre 2016 wurde der Ausschank, unter der Regentschaft des „Kerwepaars“ Vanessa und Cedric, erneut in andere Hände gegeben. Das Team des Gasthauses „Wutze Walter“ trug die Verantwortung für die Bewirtung. Unser „Hochwürden“ Hans-Peter Hoffmann leitete letzmals nach 15 Jahren die Beerdigungszeremonie im Brühlpark.